Donnerstag, 7. September 2017

Rezension - New York zu verschenken



Dankeschön an das Bloggerportal und den cbj  Verlag für das bereitstellen des Rezensionsexemplares.

Achtung! Diese Rezension könnte Spoiler enthalten.



Titel: New York zu verschenken
Autorin: Anna Pfeffer
Formate: Paperback; ebook
Preis: PB 14,99€ / ebook 11,99€
Erscheinungsdatum: 28.08.2017
Seitenanzahl: 336




Ein Chat-Roman über die wahre Liebe
Anton hat alles, was sich ein 17-Jähriger wünscht: vermögende Familie, liebende Eltern und keine Geschwister. Was Anton seit Kurzem auch noch hat: eine Ex-Freundin. Olivia hat ihn grundlos nach ein paar Monaten abserviert, und das, obwohl er sie doch mit einer Reise nach New York überraschen wollte. Das Ticket ist auch schon auf ihren Namen gebucht. Kurzerhand startet der selbstsichere Sonnyboy via Instagram die Suche nach einer neuen Olivia Lindmann. Der Andrang ist mäßig, aber es meldet sich eine 16-jährige Liv, die ganz anders ist, als die Mädchen, die Anton sonst trifft …




Cover
Das Cover hat mich direkt angesprochen. Es ist pink und hat viele kleine Dinge auf dem Cover. Zu dem Inhalt passt es allerdings nicht so gut, da es aussieht, als würde sich die Story hauptsächlich um New York drehen, was aber nicht zutrifft. Außerdem lässt das Cover auf eine jüngere Zielgruppe, also 10 oder 12 jährige, vermuten.

Schreibstil
Das Buch ist durchgehend als Chat geschrieben. Daher kann ich den Schreibstil nicht wirklich beurteilen. Aber die Wortwahl der Protagonisten fand ich gut und die Autorinnen bringen einen oft zum Lachen.

Protagonisten
Liv fand ich ganz okay, mehr aber auch nicht. Ich bewundere, was für ein Mensch sie ist, aber die Streitereien zwischen ihr und Anton waren oft unnötig, beziehungsweise habe ich oft erst gar nicht bemerkt, dass sie streiten. Das lag daran dass man durch so einen Chat die Emotionen nicht heraushören- und filtern kann. Wenn einer von ihnen also wütend war, habe ich es so lange nicht bemerkt, bis es dem anderen aufgefallen ist.
Anton war mir sehr unsympathisch. Er hat Dinge gesagt, die ich nicht in Ordnung fand. Ein Beispiel wäre
Liv Was, wenn er zwar gut aussieht, aber total hohl ist, sie ist intelligent und sieht nach optischen Maßstäben bemessen vielleicht nicht ganz so gut aus wie er - was ist dann?
Anton Dann kann sie froh sein, dass sie ihn abbekommen hat. 
oder
Liv Was würdest du tun, wenn du der Vater wärst ?
Anton Keine Ahnung. Mein Leben lang Alimente zahlen?  Meine Eltern ein Leben lang Alimente zahlen lassen? :)
Anton ist ziemlich oberflächlich und man kann keine ernsten Gespräche mit ihm führen. Er sieht alles nur als großen Scherz an und ist ein bisschen verwöhnt. Daher wurde ich nicht warm mit ihm.

Inhalt
Den Inhalt fand ich auch nur durchschnittlich. Wie gesagt, konnte ich die Stimmungen und Gefühle durch den Chat nicht so gut interpretieren. Außerdem setzen die Autorinnen sehr viel auf Humor. Doch wenn man die ganze Zeit nur witzige Gespräche liest, kann es schnell langweilig werden. Ich denke, dass das Buch unterhaltsamer gewesen wäre, wenn Anton und Liv mal ernstere Gespräche geführt hätten oder zumindest über etwas von Bedeutung geredet hätten. Dazu kommt, dass manchmal nur einer geschrieben hat.

Die Wendung, dass Liv wirklich Atons Ex ist, kam für mich sehr überraschend, und ich hätte wirklich nicht damit gerechnet. Allerdings hätte ich es besser gefunden, wenn das Buch zwischendurch aus Livs Sicht geschrieben worden wäre und wenn man ihr Geheimnis von Anfang an gewusst hätte. So hätte ich mitgefiebert, ob Anton hinter ihr Geheimnis kommt, und ich hätte die Konversationen spannender gefunden, da Liv schleißlich angedeutet hat, wer sie ist und so hätte ich mehr darauf geachtet, was er zu den verschiedenen Dingen sagt.



New York zu verschenken war für mich eher ein durchschnittliches Buch. Es ist durch die Chat Form sehr schnell zu lesen, aber ich hätte einige Verbesserungsvorschläge. Daher gebe ich dem Buch 3/5 Sterne.





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